Über uns
Die numismatische Sammlung des Landes Oberösterreich zählt mit rund 60.000 Objekten zu den bedeutendsten ihrer Art in Österreich. Ihre Geschichte beginnt bereits unmittelbar nach der Museumsgründung im Jahr 1833. Die frühe Sammeltätigkeit war vorerst noch ganz universell ausgerichtet. Großzügige Nachlässe aus Privatbesitz bildeten im 19. Jahrhundert neben zahlreichen Einzelspenden den Grundstock der Sammlung. Zusätzlich trug die Möglichkeit, Mitgliedsbeiträge an den Museumsverein in Form von Sachspenden zu begleichen (sog. „Äquivalent“), wesentlich zum Wachstum der Sammlung bei. Von Beginn an herrschte auch großes Interesse an den Münzfunden aus dem Gebiet des damaligen Kronlandes Österreich ob der Enns. Während zunächst römische Prägungen im Vordergrund standen, rückten bald auch mittelalterliche und neuzeitliche Funde ins Blickfeld.
Heute gliedert sich die Sammlung in zwei große Bereiche – die „Generalsammlung“ und die Obderennsia-Sammlung.
Die Generalsammlung wird nicht mehr systematisch erweitert, spiegelt jedoch die Sammelleidenschaft des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wider und bildet eine wesentliche Grundlage für Ausstellungsprojekte und wissenschaftliche Arbeiten.
Bei der Obderennsia-Sammlung hingegen handelt es sich um eine Spezialsammlung, die mittlerweile die größte ihrer Art darstellt. Ihr Fokus liegt auf Münzen, die zwischen dem 12. Jahrhundert und 1780 im Gebiet des heutigen Oberösterreich geprägt wurden. Darüber hinaus umfasst die Sammlung verschiedenste Formen von Geldersatz und Notgeld. Ergänzt wird dieser Bestand durch Medaillen, Plaketten, Abzeichen und Anstecknadeln mit Bezug zu Oberösterreich, oberösterreichischen Persönlichkeiten und Orten. Auch die in Oberösterreich geborgenen Fundmünzen – sowohl Einzelfunde als auch Hortkomplexe – bilden einen bedeutsamen Schwerpunkt der Obderennsia-Sammlung.
Literatur zur Geschichte der Sammlung:
B. Prokisch, Die numismatischen Sammlungen des Landes Oberösterreich, in: Compte rendu 67/2020, S. 46–61.
https://inc-cin.org/wp-content/uploads/2023/07/collections_prokisch.pdf
